Viele Versager und ein paar Helden - Journalisten werfen einen Blick auf die Menschen der Bibel

22.06.2016. Eine Rezension von Marcus Mockler, München (epd). Wer eine Entwicklung von Anfang an beschreiben will, fängt laut einer Redewendung bei "Adam und Eva" an. Das sind die ersten in der Bibel erwähnten Menschen, und sie haben ein Problem in die Welt gebracht: die Sünde. Weil sie gegen die klare Anweisung Gottes verstießen, im Garten Eden nicht die Früchte vom "Baum der Erkenntnis" zu essen, wurden sie aus dem Paradies verstoßen. Seitdem hat die Menschheit mit Mühe, Schmerzen und Tod zu kämpfen - das menschliche Drama, festgemacht am ersten Paar.

Das neue Buch "Personen der Bibel" beginnt nicht bei Adam und Eva, sondern beim Stammvater von Juden, Christen und Muslimen: Abraham. Das liegt an der alphabetischen Reihenfolge innerhalb der einzelnen Abschnitte. Zusammengefasst sind 66 Menschen der Bibel in den Rubriken Abenteurer und Gründer, Propheten und Richter, Könige und Despoten, Jesus-Erzähler, Bekenner und Begleiter sowie Väter, Mütter, Söhne, Töchter.

Es sind schon sonderbare Heilige, über die das "Buch der Bücher" schreibt. Das betont auch der bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm in seinem Vorwort als Herausgeber. "Zum Teil waren es Personen, die sich eines Kapitalverbrechens schuldig gemacht haben: Moses, der einen Aufseher erschlug; David, der den Ehemann Batsebas umbringen ließ." Sie seien nicht durch ihre menschliche Größe zu Vorbildern geworden, sondern weil Gott in ihrem Leben gewirkt habe.

Helden und Heldinnen sind dennoch dabei. Judit etwa, der es durch einen wirkungsvollen Trick mit den Waffen einer Frau gelang, einen feindlichen Feldherrn zu beseitigen. Oder Daniel, den sein unerschütterlicher Glaube an den Gott Israels auch in einer Grube voll hungriger Löwen überleben ließ. Oder der Diakon Stephanus, der als erster christlicher Märtyrer in die Geschichte einging.

Doch auch der wankelmütige Petrus, der bei drohender Gefahr seine Freundschaft mit Jesus Christus abstritt, hat ein eigenes Kapitel bekommen. Ebenso Abrahams Frau Sara, die mit über 90 Jahren noch schwanger wurde, obwohl sie verständlicherweise nicht daran geglaubt hatte. Helmut Frank, Chefredakteur des Sonntagsblatts in München, kommentiert die biblischen Geschichten mit Zeilen eines unbekannten Verfassers: "Gott ruft nicht die Qualifizierten. Er qualifiziert die Berufenen."

Geschrieben sind die Porträts von Journalisten. Das hat den Charme, das auf fachtheologische Sprache verzichtet wird und biblische Begriffe wie Sünde, Taufe oder Handauflegung eigens erklärt werden. Zu jeder Person gibt es ergänzende Informationen wie Bibelstellen, Angaben zur Wirkungsgeschichte und Zitate. Fragen am Ende jedes Kapitels regen zur persönlichen Auseinandersetzung mit den dargestellten Menschen an.

Spätes Medienecho im Bonner Generalanzeiger

11.06.2016. Mit einigen Wochen Verzögerung berichtet auch der Bonner Generalanzeiger über die im April ausgezeichneten Gewinner des Jugendwettbewerbs der Stiftung Bibel und Kultur. Da wir in unserem Denken und Handeln durchaus biblisch Zeiträume im Blick haben, freuen wir uns um so mehr, dass auch diese Stimme nicht verloren ging und senden einen ganz herzlichen Gruß in die Bundesstadt Bonn.

Annette Schavan spricht auf dem Katholikentag in Leipzig 

Die Vorsitzende des Kuratoriums Bibel und Kultur, Botschafterin Annette Schavan gab am Freitag, den 27. Mai einen Biblischen Impuls zum Leitthema: „Seht, da ist der Mensch“ in der Nikolaikirche. Dabei erinnerte sie auch an die besondere Rolle der Nikolaikirche, ihres Pfarrers Christian Führer und der Gemeinde bei der friedlichen Revolution hin zur deutschen Einheit. In der pdf Datei finden Interessierte Besucher unserer Internetseite das Redemanuskript. 

Schavan Billischer Impuls
2016 05 27 Schavan Biblischer Impuls.pdf
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Ein Essay von Rafik Schami

Mosaik der Fremde

Im Exil wird Fremde zur Heimat
und Heimat wird fremd!
                                               Hermann Kesten

Unser Leben ist keine stete Linie. Es ähnelt eher einem Mosaik. Je näher man kommt, umso sichtbarer werden die Brüche, umso charaktervoller die Steine. Deshalb entschied ich mich dafür, eine komplexe Angelegenheit in ihre Steine zu zerlegen, und sollte ich einen Stein vergessen, so ist es eine Anregung für die Leserinnen und Leser, ihn zu ergänzen. Nichts Schöneres kann einem Text passieren. .....

Mosaik der Fremde,ein Essay von Rafik Schami
Erschienen im Kölner Stadtanzeiger am zweiten April 2016.
Mosaik der Fremde vom2.4.2016.pdf
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Rafik Schami, Preisträger der Stiftung Bibel und Kultur aus dem Jahr 2015, beteiligt sich u.a. mit einem Essay im Kölner Stadtanzeiger an der aktuellen gesellschaftlichen Debatte.  Die Stiftung erhielt die Genehmigung des Autors, den Essay auf dieser Internetseite zu veröffentlichen. 

Ein großes Fest in Essen: Abschluss des Bibelwettbewerbs „Selfie von Gott“

08. April 2016, Stuttgart/Essen. Rund 1000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene nahmen an der Ab­schlussveranstaltung des Schüler- und Jugendwettbewerbs der ökumenischen Stiftung Bibel und Kultur teil. Das Motto des Wettbewerbs lautete „Selfie von Gott“. Das Abschlussfest mit den Preisverleihungen fand am Freitag  in der „Lichtburg“ in Essen statt. Der Bibelwettbewerb unter der Schirmherrschaft von  Ministerpräsidentin Hannelore Kraft wurde in Kooperation mit dem Schulministerium, den evangelischen Landeskirchen und katholischen (Erz)Bistümern sowie den Bibelgesellschaften in Nordrhein-Westfalen veranstaltet. Rund 10.000 Kinder und Jugend­liche beteiligten sich mit 1.200 Beiträgen.

 

In den Beiträgen setzten sich die Schülerinnen und Schüler mit Bildern von Gott aus der Bibel auseinander. So z.B. in der Bildmontage des Geschwister-Scholl-Gymnasiums in Stadtlohn. Seite für Seite wird aufgeschlagen, mit eigenen Illustrationen und Videokommentaren der Jugendlichen zu Bibelstellen. Oder im Rap „Selfie von Gott“ des Europagymnasiums aus Kerpen, in dem es heißt: „Der da am Kreuz hängt – er ist das Selfie von Gott.“

 

Die Preise überreichten NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann, Weihbischof Wilhelm Zimmermann vom Bistum Essen, Oberkirchenrat Klaus Eberl von der Evangelischen Kirche im Rheinland sowie die Vorsitzende der Stiftung und Botschafterin der Bundesrepublik Deutsch­land beim Heiligen Stuhl, Annette Schavan. „Arbeit, Freude und Kreativität zeigt dieser Schü­lerwettbewerb eindrucksvoll“, so Frau Schavan. Schulministerin Löhrmann sagte zu den rund tausend Gästen: „Dass sich so viele Menschen mit existentiellen Fragen auseinandersetzen, darauf können wir stolz sein!“

 

Für die Teilnahme am Wettbewerb haben die Veranstalter auf der Website www.selfievongott.de geworben. Um allen Schulformen eine Beteiligung zu ermöglichen, wurden dort das Motto und die Wettbewerbsbedingungen auch in Leichter Sprache erläutert. Eine Jury begutachtete die Arbeiten und wählte in vier Altersgruppen jeweils drei Preisträger aus. Kriterien waren unter anderem die Intensität der Auseinandersetzung mit den biblischen Inhalten, das Einbeziehen heutiger Erfahrungen und die kreative Umsetzung. Zu den einge­reichten Beiträgen gehörten Bilder, Collagen, Fotobücher, Videoclips, Skulpturen, Spiele und Lieder. Alle Teilnehmenden erhielten eine Urkunde.

 

Die Stiftung Bibel und Kultur wurde 1987 gegründet, vergibt einen Stiftungspreis, einen För­derpreis, spricht Ehrungen aus und veranstaltet seit 1993 die Schülerwettbewerbe „Bibel heute“ in wechselnden Bundesländern. Nach Ansicht der Stiftung sind verlässliche Werte für ein Zu­sammenleben unverzichtbar. Die Bibel hat durch die Jahrhunderte hindurch die Fundamente gelegt für Demokratie, Menschenwürde und den Schutz der Schwachen. Für jede Generation lohnt sich die Beschäftigung mit der Bibel neu, da sie Orientierung gibt und den großen Reich­tum an Erfahrungen des Menschen mit Gott entfaltet. Die Bibel hilft, die Grundlagen unserer Kultur zu verstehen.

Pressestimmen zum Schüler und Jugendwettbewerb "Selfie von Gott"

Der Schüler und Jugendwettbewerb "Selfie von Gott" hat ein reges Presseecho erfahren.  Anbei einige ausgewählte Links.

reliqte, reloaded: Zum Erbe christlicher Bildwelten heute  

Sie war die größte, wohl auch subtilste - und nach den Kriterien heutiger Erfolgsbemessung (wie BesucherInnenzahlen und medialer Rezeption) also auch erfolgreichste Ausstellung in der Geschichte des Kulturzentrums bei den Minoriten. Erfreulich: Die Ausstellung fand Resonanz weit über Graz hinaus, sie wurde/bzw. wird in Linz, Berlin, Bonn und Freiburg mit Vorträgen vorgestellt, (erst vorigen Freitag am Kunsthistorischen Seminar der Uni Bonn bei Prof. Ann-Marie Bonnet, wo über die Düsseldorfer Ausstellung "The Problem of God" und über "reliqte, reloaded" ein ganzes Semester lang ein Seminar abgehalten wurde (!) ... Sie wurde vermittelt von klein bis groß in beinah unzähligen Führungen für Schulklassen und Studierendengruppen. Zufriedenheit also... Rund 30 der hier gezeigten Werke gehen weiter in die Ausstellung der Kunsthalle Kaufbeuren, wo am 4. März  mit "Luther reicht nicht! Künstlerische Impulse zur ständigen Reform" ein weiterer Themenbogen geöffnet wird. Viele Themenführungen gingen der Frage nach, was christliche Bildwelten heutiger Kultur aufgegeben haben - in den Tischen, den Madonnen, den Kreuzen, den Figuren, im Angesicht - morgen Samstag, 11.15 Uhr schließen wir mit dem "Erbe der Gotteskritik" diesen Bogen der Führungen ab. Gast ist der Wiener Fundamentaltheologe UProf. DDr. Kurt Appel, der mit mir vor den Bildern den genannten Aspekt in einer Dialogführung besprechen wird. "Gottes Bildgeschichte ist um 1800 zu Ende, konstatierte der Kunsthistoriker W. Schöne.Friedrich Nietzsche verkündete wenige Jahrzehnte später dann Gottes Tod „am hellen Vormittage“.Wie recht sie nur hatten! Oder nicht? Dirk Pilz hat dazu (und in der Rezension von "Gott hat kein Museum" in der Frankfurter Rundschau und in der Berliner Zeitung wunderbar Entgegnendes geschrieben: "Nichts geht verloren, nichts ist abgelaufen."

Was freilich nicht zu bestreiten ist: Das Verhältnis von Kunst und Religion ist seit diesen Diagnosen doch in den Fundamenten erschüttert. 

Zimmer frei im Paradies - eine Literaturempfehlung 

Unter der Rubrik "Lesenswertes" weisen wir auf unserer WebPage in unregelmäßigen Intervallen auf Texte hin, die uns besonders gefallen oder die uns angesprochen haben.  Heute ist es das Buch "Zimmer frei im Paradies" von Susanne Niemeyer.  Das Paradies beginnt vielleicht hinterm nächsten Gartenzaun - wer weiß das schon. Jedenfalls liebt Eva Adam, Jakob macht die erste Million, David verrät seine Ideale und Martha kündigt ihren Job. Das sind nur einige der Personen, die einem in dieser originellen Adaption der Geschichten aus Altem und Neuem Testament begegnen: Susanne Niemeyer erzählt die alten Geschichten als spielten sie heute, direkt nebenan: Der unerfüllte Kinderwunsch Sarahs, das Drama um Kain und Abel oder die Sehnsucht des reichen Jünglings rücken einem nahe. Denn die Bibel erzählt Alltagsgeschichten über Liebe und Krankheit, Heimat und Tod, Freude und Lachen - dem Herzen ganz nah. Einen Engel gibt es auch, der die Menschen berührt - und Gott ist überall dazwischen. Biblische Geschichten für Erwachsene zum Vorlesen und selber lesen.  

Die Stiftung Bibel und Kultur bedankt sich für Spenden und Zuwendungen

Die Stiftung Bibel und Kultur möchte sich herzlich für die Spenden und Zuwendungen des Jahres 2015 bedanken.  In Summe haben wir 33.000€ erhalten. Das ist ein unverzichtbarer Beitrag zu unserer Arbeit, für den wir Ihnen sehr, sehr dankbar sind.   

 

Da Stiftungen gemeinhin aus den Erträgen des Stiftungsvermögens finanziert werden, sind gerade kleine Stiftungen wie die Stiftung Bibel und Kultur besonders von Niedrigzinsphasen betroffen.  Die anhaltend niedrigen Zinsen haben unsere Möglichkeiten sehr eingeengt. 

 

Wir haben uns in den vergangenen Jahren der Herausforderung gestellt. Mit radikalen Sparmaßnahmen haben wir die Ausgaben der Stiftung verringert.  Gleichzeitig haben wir uns bemüht, Spender und Institutionen zu gewinnen, die unsere Arbeit mit ihrer Großzügigkeit unterstützen.

 

Ohne diese wichtigen Zuwendungen hätten wir auch den Kinder und Jugendwettbewerb 2015/2016 nicht starten können.  Ein Wettbewerb, dessen überwältigende Resonanz mit rund 1.000 Einsendungen uns in unserem Auftrag bestärkt.

 

Unterstützen auch Sie die Arbeit der Stiftung Bibel und Kultur durch eine Spende!

 

Da die Stiftung als gemeinnützig anerkannt ist, können wir Ihnen für Ihre Spende auch eine Spendenquittung zur Vorlage bei Ihrem Finanzamt ausstellen.

 

Bitte bei Überweisungen Ihren Namen und Adresse vermerken, damit wir Ihnen eine Spendenquittung zukommen lassen können. 

 

Bankverbindung: Evangelische Bank eG,  IBAN: DE87 5206 0410 0000 4165 09; BIC: GENODEF1EK1; Konto: 416 509; BLZ: 520 604 10

Weihnachtsgruß vom Vorstand der Stiftung Bibel und Kultur

Der Stern, den sie im Osten gesehen hatten, ging vor ihnen her. Dann blieb er stehen, genau über der Stelle, wo das Kind war. Als sie den Stern sahen, waren sie außer sich vor Freude.

(Matthäus 2, 9b-10)

 

Der Vorstand der Stiftung Bibel und Kultur wünscht allen Besuchern unserer Internetseite frohe Weihnachten und ein gesegnetes neues Jahr!

Christel Schweizer, Wolfgang Baur, Dr. Christoph Rösel

 

 

Bild:Marijke ten Cate, aus: Die große Bibel für Kinder, Deutsche Bibelgesellschaft.  

Bibelstelle: BasisBibel NT-Psalmen, Deutsche Bibelgesellschaft 2012 

 

Überwältigende Resonanz auf den Bibelwettbewerb "Selfie von Gott"

Das neue Jahr wird für die Stiftung Bibel und Kultur arbeitsreich beginnen. Der Countdown zum Bibelwettbewerb „Selfie von Gott“ ist am Samstag, 12.12.2015 auf Null gesprungen und wir sind überwältigt von der großen Resonanz und dem Interesse am Thema. Das Bild links zeigt nur einen Ausschnitt, aber rund 1.000 Wettbewerbsbeiträge stapeln sich im Bibelzentrum in Wuppertal. Jetzt gilt es, die Beiträge auszupacken, mit der Registrierliste zu vergleichen und für die Jurysitzung im Januar bereit zu legen. Alle Beteiligten erhalten kommendes Jahr für ihren Beitrag eine Urkunde. Der festliche Abschluss mit Preisverleihung findet am 8. April in Essen statt. Wir freuen uns sehr und danken allen Teilnehmern!  

Ehrendoktorwürde für Preisträger der Stiftung Bibel und Kultur

 

Patrick Roth, Preisträger der Stiftung Bibel und Kultur 1997, hat den Ehrendoktor der Fakultät für Katholische Theologie an der Universität Luzern erhalten „für sein herausragendes literarisches Schaffen“, in welchem er „die großartigen biblischen Stoffe des Alten und Neuen Testaments sowie der außerbiblischen Schriften damaliger Zeit auf neue und ergreifende Weise fortschrieb“, so die Mitteilung der Universität vom 5. November 2015. Der 62-jährige Schriftsteller aus Freiburg/Breisgau hat unter anderem eine Christus-Trilogie unter dem Titel „Resurrection“ verfasst. 

Die Bild am Sonntag stellt die wahren Bestseller vor.  Die Bibel führt die Liste an

Die Bild am Sonntag über Dr.Christoph Rösel, Mitglied des Vorstands der Stiftung Bibel und Kultur:

 

Sein Wort in Gottes Ohr! Die Bibel ist das Buch der Bücher, ein absoluter Weltbestseller.

Aber auch das Wort Gottes braucht ab und an etwas weltliche Unterstützung. Im Falle der Luther-Bibel kommt die auch von Dr. Christoph Rösel (51) und der Deutschen Bibelgesellschaft.

 

Gemeinsam mit einem Team hat der Verleger die letzte Fassung von 1984 selbst mit überarbeitet. Während Luther seinerzeit 13 Jahre an seiner Übersetzung tüftelte, brauchte das 70-köpfige Team „nur“ fünf Jahre für die Erneuerung der 1600 Seiten – und das mit Hilfe von Computern.

 

„Wir haben überprüft, ob der Text mit den hebräischen und griechischen Quellen übereinstimmt und ihn an unverständlichen Stellen etwas modernisiert.“ So musste das Wort Wehmutter zugunsten der Hebamme weichen, aus dem heute missverständlichen Erbgut wurde Erbteil.

 

„Manche Wörter haben ihre Bedeutung seit 1984 schlicht verändert“, erklärt Rösel, der mit seinen Bibeln jährlich rund 1,5 Millionen Menschen erreicht. Im Oktober 2016 erscheint die neue Ausgabe.

 

Bild am Sonntag vom 11.10.2015

Bibelwettbewerb: Selfie von Gott

Wir laden alle Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Nordrhein-Westfalen herzlich ein, sich auf die Suche nach ›Bildern‹ von Gott in der Bibel zu machen.

 

Gestaltet Eure Gedanken und Ideen dazu alleine oder gemeinsam ganz offen und kreativ.


Eine Jury bewertet Eure Einsendungen in vier Altersstufen:
» bis 10 Jahre
» 11 – 14 Jahre
» 15 – 18 Jahre
» über 18 Jahre

 

Die jeweils drei besten Beiträge werden prämiert. Das Abschlussfest findet am Freitag, 8. April 2016 in Essen statt.
Wir freuen uns auf Eure Wettbewerbsbeiträge!

Pressemitteilung zum Bibelwettbewerb: Selfie von Gott

Stuttgart. Die ökumenische Stiftung Bibel und Kultur veranstaltet in Nordrhein-Westfalen im Schuljahr 2015/16 einen Bibelwettbewerb unter dem Motto „Selfie von Gott“. Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sind eingeladen, nach Bildern von Gott in der Bibel zu suchen und kreative Beiträge dazu zu gestalten. Die besten Beiträge werden bei einem Abschlussfest am Freitag, 8. April 2016, in Essen prämiert. Beteiligte am Wettbewerb sind neben der Stiftung das Ministerium für Schule und Weiterbildung, die evangelischen Landeskirchen und katholischen Bistümer, der Bund der Katholischen Jugend sowie die Bibelgesellschaften in NRW. Schirmherrin des Wettbewerbs ist Ministerpräsidentin Hannelore Kraft.

 

„In der Bibel wird Gott sichtbar – nicht als Foto, sondern in Bildern, in denen Menschen mit Worten beschreiben, wie er für sie sichtbar wurde“, erläutert die Stiftung zum Motto des Bibelwettbewerbs. In den Beiträgen der Schülerinnen und Schüler zum Thema „Selfie von Gott“ sollen entweder biblische Personen, Geschichten oder Verse einbezogen sein.

 

Klassen, Gruppen oder Einzelpersonen können ihre Beiträge bis zum 12. Dezember dieses Jahres einreichen. Die Form und Gestaltung können die Teilnehmenden frei wählen. Bei den Beiträgen sind zum Beispiel Geschichten, Plakate, Filmclips, Lieder oder Spiele möglich. Die Beiträge werden dann von einer Jury in vier Altersstufen bewertet: bis 10 Jahre, 11 bis 14 Jahre, 15 bis 18 Jahre und über 18 Jahre. Die jeweils drei besten Beiträge in einer Altersgruppe erhalten einen Preis. Als Preise werden Geldbeträge zum Beispiel für Klassenfahrten und Studienreisen vergeben.
Detaillierte Informationen, Tipps und nützliche Links zum Wettbewerb gibt es auf der Website www.selfievongott.de. Dort ist es auch möglich, sich für die Teilnahme zu registrieren. Rückfragen können per Mail an info@selfievongott.de gerichtet werden. Die fertigen Beiträge werden an das Evangelische Bibelwerk im Rheinland, Stichwort „Bibelwettbewerb“, Rudolfstraße 135 in 42285 Wuppertal geschickt.

 

Die Stiftung Bibel und Kultur wurde 1987 gegründet. Vorsitzende ist die Botschafterin der Bundesrepublik Deutschland im Vatikan, Annette Schavan. Die Stiftung vergibt einen Stiftungspreis, einen Förderpreis, spricht Ehrungen aus und veranstaltet seit 1993 die Schülerwettbewerbe „Bibel heute“ in wechselnden Bundesländern.

 

Nach Ansicht der Stiftung sind verlässliche Werte für ein Zusammenleben unverzichtbar. Die Bibel habe durch die Jahrhunderte hindurch die Fundamente gelegt für Demokratie, Menschenwürde und den Schutz der Schwachen. Für jede Generation lohne sich die Beschäftigung mit der Bibel neu, da sie Orientierung gibt und den großen Reichtum an Erfahrungen des Menschen mit Gott entfaltet. Die Bibel helfe außerdem, die Grundlagen der Kultur zu verstehen.

Trauer um Professor Dr. Eduard Lohse

Die Stiftung Bibel und Kultur trauert um ihr Gründungsmitglied Professor Dr. Eduard Lohse. Er starb im Alter von 91 Jahren am 23. Juni 2015 in Göttingen. Eduard Lohse war unter anderem Bischof der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, EKD-Ratsvorsitzender, Generalsekretär der Deutschen Bibelgesellschaft und Präsident des Weltverbandes der Bibelgesellschaften. In der Gründungsphase der Stiftung Bibel und Kultur 1987 hatte er entscheidenden Anteil daran, Persönlichkeiten aus Kirche, Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft für das Anliegen der Stiftung zu gewinnen. Er blieb der Stiftung bis zu seinen letzten Tagen leidenschaftlich verbunden. Der Wechselwirkung von Kultur und biblischem Wort, der Sprache der Schrift und der Vielfalt des Ausdrucks galt es für ihn immer wieder nachzuspüren – auch zu Verständnis und Sinndeutung unserer Zeit. Er unterstützte die Verleihung des Stiftungspreises der Stiftung Bibel und Kultur 1998 an Kammersänger Peter Schreier maßgeblich. Neben seiner künstlerischen Arbeit hob er besonders in Zeiten der Teilung Deutschlands dessen Treue zur ostdeutschen Heimat und die bewusste Zugehörigkeit zur evangelischen Kirche hervor. Dadurch habe er vielen Menschen, die unter den damaligen Verhältnissen litten, Mut gemacht und beispielhaft gezeigt, wie Bibel und Kultur in einem festen Zusammenhalt miteinander stehen, den es zu pflegen gelte. Die Stiftung Bibel und Kultur verliert mit Eduard Lohse einen treuen Wegbegleiter, für den die Übersetzung der biblischen Botschaft in die Zeit Herzenssache war.

Unser Mitgefühl gilt seiner Familie.

Foto: dbg

Preisverleihung Rafik Schami in Bildern

Fotos: Wernde Markt, 2015

Positives Presseecho zur Preisverleihung an Rafik Schami

Die Stiftung Bibel und Kultur ist erfreut über das breite und einhellig positive Presseecho zur Preisverleihung an Rafik Schami. Anbei erste Links:

Stiftungspreis 2015 für den Schriftsteller Rafik Schami

„Die Liebe aber ist kein ängstlicher Vogel“

 

Im Rahmen des Deutschen Evangelischen Kirchentags 2015 in Stuttgart verleiht die Stiftung Bibel und Kultur den Stiftungspreis 2015 an den Schriftsteller Rafik Schami.

 

Die Preisverleihung erfolgt am Donnerstag 4. Juni, 19-21 Uhr im Zentrum Bibel im Hospitalhof.

 

Laudatio                Michael Köhlmeier, Schriftsteller

Preisverleihung      Annette Schavan, Deutsche Botschafterin beim Heiligen Stuhl

Lesung                 Rafik Schami, Schriftsteller

Gespräch              Prof. Dr. Hans-Rüdiger Schwab mit dem Preisträger

 

Moderation: Michael Sahr, ZDF, Mainz
Musik: Entzücklika, Obermarchtal

Veranstaltungsort: Büchsenstr. 33, 70174 Stuttgart / Paul-Lechler-Saal,

Kirchentags-Stadtplan: 384 | M29

Neu im Kuratorium der Stiftung

Klaus-Martin Bresgott M.A., geboren 1967 in Greifswald, Studium der Germanistik und Kunstgeschichte, parallel Chorleitung. Seit 1996 freiberufliche Tätigkeit als Kulturmanager, Dramaturg und Dirigent, seit 2009 im Kulturbüro des Rates der EKD mit den Schwerpunkten fächerübergreifendes Projektmanagement und Beratung bundesweiter Projekte, Netzwerkarbeit zwischen Kultur, Gesellschaft und Kirche, Kooperationen und Pilotprojekte im Bereich moderner Konzertformen, des spirituellen und kirchenhistorischen Kulturtourismus und der kulturellen Bildung. Neben kunsthistorischen Arbeiten hat Klaus-Martin Bresgott mehrere erfolgreiche CD-Produktionen dirigiert. 2009 erhielt er für die »Geistliche Chormusik« op. 12 von Hugo Distler den Preis der Deutschen Schallplattenkritik. 2015 erscheint »Die Weihnachtsgeschichte« op. 10 von Hugo Distler mit dem Athesinus Consort Berlin. Klaus-Martin Bresgott ist verheiratet und hat fünf Kinder.

Zlatko Kopljar bei der "Moving Image Art Fair" in New York

Die Moving Image Art Fair aus New York hat die Teilnehmer der im März 2015 stattfindenden Kunstmesse bekannt gegeben.  Mitvertreten bei dieser renomierten Veranstaltung ist Zlatko Kopljar, der Preisträger der Stiftung Bibel und Kultur aus dem Jahre 2011. Siehe auch: http://www.moving-image.info

Neo Rauch Dokumentation gefördert durch die Mitteldeutsche Medienförderung

Der Vergabeausschuss der Mitteldeutschen Medienförderung GmbH (MDM) hat in seiner ersten Sitzung 2015 am 28. Januar Fördermittel in Höhe von 3.438.000 Euro für insgesamt 30 Projekte vergeben. Eines davon betrifft auch Neo Rauch, den Preisträger der Stiftung Bibel und Kultur aus dem Jahre 2010. Unter dem Titel „Neo Rauch – Gefährten und Begleiter“ stellt Nicola Graef die Bildwelt des weltberühmten Leipziger Malers ins Zentrum ihres Dokumentarfilms und begibt sich in Begegnungen mit Unterstützern und Sammlern auf die Suche nach der Aura seiner Kunst und seiner Person. Das Projekt erhält eine Produktionsförderung in Höhe von 50.000 Euro (siehe auch http://www.mdm-online.de). Die Stiftung Bibel und Kultur freut sich sehr darauf, bald diese spannende Dokumentation zu sehen.

Auszeichnung von Rafik Schami

Rafik Schami wird mit dem Stiftungspreis 2015 ausgezeichnet. Seine literarischen Arbeiten sind arabischen Traditionen des Erzählens verpflichtet, die er in Deutschland mit großem Erfolg neu heimisch gemacht hat.Zutiefst menschenfreundlich geprägt und nicht zuletzt vom Bewusstsein biblischer Religiosität grundiert, leistet sein Werk einen einzigartigen Beitrag zum Verstehen verschiedener Kulturen. In besonderer Weise ist sein Werk von seiner Herkunft aus einer der frühen Stätten des Christentums geprägt und erinnert damit an das Leid, das dort gegenwärtig gerade auch gläubigen Menschen zugefügt wird. 

 

Die Verleihung des Stiftungspreises an Rafik Schami findet im Rahmen des Deutschen Evangelischen Kirchentages am 4. Juni, 19 Uhr in Stuttgart statt. Die genauen Räumlichkeiten der Verleihung werden kurzfristig angegeben. 

Bild: Root Leeb 2009

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