Förderungen
Antragstellung
Interessierte können sich mit ihren Projektideen um eine Förderung im jeweils kommenden Förderzyklus bewerben.
Anträge für den Förderzyklus 2026/27 müssen bis zum 15. Februar 2026 eingereicht werden.
Die genauen Voraussetzungen, Kriterien und Hinweise zur Antragstellung finden Sie in den Förderrichtlinien der Stiftung Bibel und Kultur.
Infos zur Förderung
Die Stiftung Bibel und Kultur unterstützt Projekte, die die Bibel als lebendige Quelle für Kunst, Kultur, Wissenschaft und gesellschaftliches Denken neu erfahrbar machen.
Unsere Kultur ist tief von der biblisch-jüdisch-christlichen Tradition geprägt. Viele ihrer Werte, Bilder und Geschichten prägen bis heute unser Denken und Handeln. Mit ihrer Förderarbeit möchte die Stiftung dazu beitragen, dass die Bibel nicht nur als historisches Buch verstanden wird, sondern als Anstoß zu Kreativität, Dialog und Orientierung in einer vielfältigen Gesellschaft.
Gefördert werden Vorhaben, die die kulturelle Bedeutung der Bibel sichtbar machen – sei es durch künstlerische, wissenschaftliche oder bildungspolitische Projekte. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie die Bibel Menschen heute inspirieren kann und welche Impulse sie für ein verantwortungsbewusstes, offenes und solidarisches Zusammenleben gibt.
Die Stiftung unterstützt dabei Einrichtungen, Initiativen und Einzelpersonen, die sich mit neuen Ideen und Formaten in diesem Feld engagieren. Dazu gehören beispielsweise Ausstellungen, Theater- und Musikprojekte, Publikationen, Tagungen oder Bildungsangebote.
Einmal jährlich entscheidet das Kuratorium über die Förderung eingereichter Anträge. Die ausgewählten Projekte werden auf dieser Seite vorgestellt und regelmäßig aktualisiert.
Projekte im Förderzylus 2026/27
Die Stiftung Bibel und Kultur freut sich, acht ausgewählte Projekte fördern zu können. Mit diesen Förderungen unterstreicht die Stiftung erneut ihr Engagement für kulturelle Initiativen, die sich auf kreative und innovative Weise mit biblischen Themen und Kultur beschäftigen.
Die geförderten Projekte im Überblick:
projekte.art e.V., Rostock
– YES AI CAN FESTIVAL 2026
Das YES AI CAN FESTIVAL 2026 in Rostock verbindet künstlerische Auseinandersetzungen mit Künstlicher Intelligenz mit gesellschaftlichen und religiösen Fragestellungen. Ein Schwerpunkt liegt auf Veranstaltungen in der Nikolaikirche, in denen biblische Motive wie Schöpfung, Wahrheit oder Menschenbild künstlerisch aufgegriffen werden. Geplant sind Ausstellungen, Gespräche und Vermittlungsformate mit beteiligten Künstlerinnen und Künstlern. Das Projekt richtet sich an eine breite Öffentlichkeit und eröffnet neue Zugänge zur Bibel im Kontext aktueller technologischer Entwicklungen. Ziel ist es, die Bibel als kulturelle und geistige Ressource in gegenwärtigen Debatten sichtbar zu machen.
Düsseldorfer Schauspielhaus, Düsseldorf
– Die sieben Todsünden
Das Projekt „Die sieben Todsünden“ des Düsseldorfer Schauspielhauses greift ein zentrales Motiv der christlichen Tradition auf und überführt es in eine zeitgenössische künstlerische Auseinandersetzung. In Zusammenarbeit mit verschiedenen Gruppen entstehen partizipative Performances und künstlerische Formate. Diese setzen sich mit historischen und heutigen Deutungen der Todsünden auseinander und verbinden sie mit aktuellen gesellschaftlichen Fragestellungen. Die Ergebnisse werden im öffentlichen Raum präsentiert und laden zur Diskussion ein. Ziel ist es, religiöse Traditionen als Teil kultureller Verständigungsprozesse erfahrbar zu machen.
von Cansteinsche Bibelanstalt in Berlin e.V.
– Minecraft-Bibel
Das Projekt „Minecraft-Bibel“ erschließt biblische Geschichten für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene durch die Verbindung einer gedruckten Bibel im Comicstil mit digitalen Erweiterungen im Spiel Minecraft. Im Zentrum steht ein partizipativer Ansatz, bei dem junge Menschen selbst Inhalte entwickeln und umsetzen. Die biblischen Texte werden in digitale Erlebnisräume übertragen und mit Fragen der Lebenswelt der Teilnehmer:innen verbunden. Das Projekt richtet sich insbesondere an junge Zielgruppen und verbindet Glaubensvermittlung mit Medienbildung. Ziel ist es, neue Zugänge zur Bibel in digitalen Kontexten zu eröffnen.
Stiftung St. Matthäus, Berlin
– Parochet
Das Kunstprojekt „Parochet“ wurde in der St. Matthäus-Kirche im Kulturforum Berlin realisiert und setzte sich mit jüdischen und christlichen Traditionen auseinander. Im Zentrum stand eine Rauminstallation, die den Tempelvorhang thematisierte und verschiedene religiöse und kulturelle Bezüge miteinander verband. Die Ausstellung wurde durch ein Begleitprogramm aus Veranstaltungen und Gesprächen ergänzt. Ziel war es, einen interreligiösen Dialograum zu eröffnen und zentrale Fragen zu Religion, Kunst und Gesellschaft zu verhandeln. Das Projekt machte die kulturelle Bedeutung religiöser Traditionen in einem öffentlichen Kontext sichtbar.
Evangelischer Kirchenkreis Düsseldorf
– Biblische Themen klingen anders
Der Evangelische Kirchenkreis Düsseldorf plant eine Gottesdienstreihe in der Johanneskirche, in der biblische Themen durch musikalische Inszenierungen mit ungewöhnlichen Instrumenten erschlossen werden. Verschiedene Gottesdienste widmen sich zentralen Motiven wie Schöpfung, Hoffnung oder Gerechtigkeit. Musik und Bibeltext treten dabei in einen engen Zusammenhang und eröffnen neue Zugänge zur Verkündigung. Die Veranstaltungen richten sich an ein breites Publikum, auch über kirchliche Kontexte hinaus. Ziel ist es, die Bibel durch künstlerische Formen neu erfahrbar zu machen.
Katholisches Bibelwerk e.V., Würzburg
– Klangraum Bibel
Das Projekt „Klangraum Bibel“ ist ein Veranstaltungsformat im Rahmen des Katholikentags in Würzburg, das biblische Texte mit Musik, Sprache und Bewegung verbindet. Im Zentrum steht eine künstlerische Inszenierung, in der biblische Inhalte durch unterschiedliche Ausdrucksformen erschlossen werden. Die Veranstaltung greift das Motto des Katholikentags auf und richtet sich an ein breites Publikum. Ein besonderer Fokus liegt auf der Verbindung von musikalischer Tradition und biblischen Texten. Ziel ist es, die Bibel als Lebens- und Erfahrungsraum zugänglich zu machen.
Stiftung Himmelsfels
– Heimatlos himmelwärts
Das Projekt „Heimatlos himmelwärts“ ist ein Erzählprogramm, das biblische Migrationsgeschichten mit aktuellen gesellschaftlichen Fragen verbindet. In mehreren Veranstaltungen werden biblische Erzählungen zu Flucht, Aufbruch und Identität vorgestellt und gemeinsam reflektiert. Die Form verbindet künstlerisches Erzählen mit Gesprächsimpulsen und Austauschformaten. Zielgruppe sind Menschen in Kirche und Gesellschaft, die sich mit Fragen von Herkunft und Zusammenleben auseinandersetzen. Das Projekt versteht die Bibel als kulturellen Deutungsraum für gegenwärtige Themen.
Medienapostel, digital
– LOGOS LOUNGE
Das Projekt „LOGOS LOUNGE“ ist ein digitales Gesprächsformat, das sich mit biblischen Themen im Kontext von Kultur und Gesellschaft auseinandersetzt. In mehreren Folgen werden Gespräche mit Gästen aus unterschiedlichen Bereichen geführt und filmisch umgesetzt. Die Staffel zum Thema „Heiliger Geist“ greift zentrale biblische Motive auf und verbindet sie mit aktuellen Fragestellungen. Die Veröffentlichung erfolgt als Video- und Podcastformat. Ziel ist es, die Bibel in ihrer kulturellen und geistigen Bedeutung einem breiten Publikum zugänglich zu machen.
Projekte im Förderzylus 2025/26
Förderkreis der Friedenskirche e.V., Ludwigshafen am Rhein
Unter dem Motto „Ich schreie, aber meine Hilfe ist ferne ...“ präsentiert die Friedenskirche Ludwigshafen das Ausstellungs- und Vortragsprojekt „HIOB – Malerei und Reliefs von Gero Hellmuth“. Dabei verbinden sich Malerei, Reliefs, Musik, Tanz, Literatur und Diskussion zu einer kreativen Auseinandersetzung mit dem biblischen Hiob-Thema. Ziel des Projekts ist es, kulturelle und gemeindliche Aktivitäten miteinander zu verknüpfen und dabei den kirchlichen Verkündigungsauftrag auf innovative und zugängliche Weise umzusetzen.
Ev. Gemeinde Gröpelingen und Oslebshausen
Im Rahmen einer erfahrungsorientierten Jugend- und Konfirmandenarbeit unternimmt die Ev. Gemeinde Gröpelingen und Oslebshausen eine Kulturreise mit Jugendlichen im Alter von 13 bis 15 Jahren ins Frankfurter Bibelhaus. Ziel ist es, Jugendlichen aus einem einkommensschwachen Bremer Stadtteil die Bibel als religiöses, historisches und kulturelles Dokument nahe zu bringen. Durch die Teilnahme an Ausstellungen und progressiven Workshops im Bibelhaus sollen insbesondere auch feministische und queere Perspektiven eröffnet werden, um direkte Anknüpfungen an die Lebensrealität der Jugendlichen zu schaffen und deren Engagement innerhalb der Gemeinde nachhaltig zu stärken.
Stiftung Matthäus, Berlin
Die Stiftung Matthäus in Berlin erhält Unterstützung für ihre Kunstgottesdienste unter dem Motto „Mein Psalm“. Die Gottesdienste laden dazu ein, biblische Psalmen auf innovative und kreative Weise zu entdecken und neu zu interpretieren. Künstlerische Elemente und spirituelle Reflexionen verbinden sich zu einer besonderen Gottesdiensterfahrung, die Menschen verschiedener Generationen und Hintergründe anspricht.
Amos Gymnasium, Bonn
Das Amos Gymnasium in Bonn ermöglicht seinen Schülerinnen und Schülern im Rahmen eines internationalen Schüleraustauschs ein biblisches Kulturprogramm in Israel. Ziel dieses Austauschs ist es, den Teilnehmenden einen vertieften Zugang zur biblischen Geschichte und Kultur zu vermitteln und interkulturellen Dialog zu fördern. Dabei sollen authentische Begegnungen und praktische Erfahrungen das Verständnis für historische und religiöse Zusammenhänge vertiefen.
Stiftung Preußischer Kulturbesitz
Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz erhält Unterstützung für das innovative Projekt „Das heilende Museum“ im Berliner Bode-Museum. Dieses Projekt verbindet Achtsamkeit und Museumstherapie, um Menschen dabei zu helfen, psychischen Stress abzubauen und Lebensqualität zu verbessern. Im Fokus stehen hierbei insbesondere Skulpturen biblischer Figuren, die Meditation und spirituelle Reflexion fördern. In Kooperation mit Caritas Berlin, der Evangelischen Kirche in Deutschland und der Charité Universitätsmedizin wird das Projekt wissenschaftlich begleitet und erreicht durch eine gezielte Öffentlichkeitsarbeit eine breite gesellschaftliche Aufmerksamkeit.
Museum Kirche in Franken
Die Sonderausstellung „SIEBEN TAGE. Bilder zur Schöpfung“ im Museum Kirche in Franken präsentiert historische illustrierte Bibeln sowie zeitgenössische Kunstwerke, um die biblische Schöpfungsgeschichte erlebbar zu machen. Historische Werke und moderne künstlerische Interpretationen regen dazu an, über aktuelle Fragen des Umgangs mit unserer Umwelt und unserer Verantwortung für die Schöpfung nachzudenken. Ein umfangreiches museumspädagogisches und kulturelles Rahmenprogramm ergänzt die Ausstellung und unterstützt die vertiefende Auseinandersetzung mit diesem zeitlosen Thema.
