In Erinnerung
Zur Geschichte der Stiftung gehören auch die Menschen, die sie geprägt, getragen und weiterentwickelt haben.
In Dankbarkeit erinnern wir an ihre Lebenswerke und veröffentlichen auf dieser Seite Nachrufe auf Mitglieder, Preisträger:innen und Wegbegleiter:innen, die uns vorausgegangen sind.

Helmuth Rilling – in dankbarer Erinnerung
Mit großer Dankbarkeit und ehrendem Gedenken erinnert die Stiftung Bibel und Kultur an Helmuth Rilling (* 29. Mai 1933 in Stuttgart – † 11. Februar 2026 in Warmbronn). Der Kirchenmusiker, Dirigent und Musikpädagoge war einer der bedeutendsten Vermittler geistlicher Musik unserer Zeit und wurde 1988 mit dem Preis der Stiftung in der Kategorie „Bibel und Musik“ ausgezeichnet.
Man nannte ihn den „schwäbischen Evangelisten“ – eine Bezeichnung, die er sich durch sein unermüdliches Engagement für die geistliche Musik Johann Sebastian Bachs erworben hatte. Als Gründer der Gächinger Kantorei (1954), des Bach-Collegium Stuttgart (1965) und der Internationalen Bachakademie Stuttgart (1981) prägte er über Jahrzehnte das kirchenmusikalische Leben weit über Deutschland hinaus. Als erster Dirigent spielte er sämtliche geistlichen Bachkantaten ein und legte damit einen Grundstein für die internationale Bach-Rezeption. Seine Edition Bachakademie machte das gesamte Werk Bachs in einer geschlossenen Gesamtausgabe zugänglich.
Zugleich war Helmuth Rilling offen für die Musik der Gegenwart. Für ihn genügte es nicht, sich allein mit der Tradition zu beschäftigen – auch die zeitgenössische Musik hatte für ihn Rang und Bedeutung. Zahlreiche Uraufführungen, internationale Festivals und Begegnungen – nicht zuletzt mit dem Israel Philharmonic Orchestra und beim Oregon Bach Festival – zeugen von seinem weiten Horizont und seinem Einsatz für Verständigung durch Musik.
Rillings Wirken verband künstlerische Exzellenz mit geistlicher Tiefe. Seine Gesprächskonzerte, seine pädagogische Arbeit und sein weltweites Engagement machten ihn zu einem „Prediger in Tönen“, wie es einmal treffend hieß. Die Auszeichnung der Stiftung Bibel und Kultur würdigte 1988 dieses besondere Wirken im Spannungsfeld von Bibel, Musik und öffentlicher Kultur.
Mit Helmuth Rilling verliert die Musikwelt eine prägende Persönlichkeit. Sein Lebenswerk bleibt ein bleibendes Zeugnis dafür, wie geistliche Musik Menschen über Generationen und Grenzen hinweg verbinden kann.
Der Vorstand der Stiftung Bibel und Kultur
Foto: picture.alliance/ dpa; Marijan Murat

Ein Brückenbauer ist von uns gegangen – Abschied von Manfred Kock
Mit tiefer Trauer nimmt die Stiftung Bibel und Kultur Abschied von Altpräses Manfred Kock, der am 11. September 2025, drei Tage vor seinem 89. Geburtstag, in Köln verstorben ist. Als langjähriger Vorsitzender unseres Kuratoriums (2005–2011) hat er die Arbeit der Stiftung mit klarem theologischen Kompass, ökumenischer Weite und großer Zugewandtheit geprägt.
Manfred Kock war ein Theologe, der Menschen zusammenführen konnte. Als Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland und als Vorsitzender des Rates der EKD (1997–2003) suchte er das Gespräch über Grenzen hinweg – zwischen Konfessionen, Religionen und Gesellschaft. Dieses dialogische Ethos brachte er auch in unsere Stiftung ein: Die Bibel sollte nicht nur gelesen, sondern in Kultur übersetzt werden – in Musik, Literatur, Bildkunst und öffentliches Leben.
Sein Wirken war fest in Köln verwurzelt und zugleich überregional wirksam. In unzähligen Sitzungen, Preisvergaben und Projekten hat er dazu ermutigt, die biblische Tradition als lebendige Inspirationsquelle zu entdecken. Sein Blick verband geistliche Tiefe mit gesellschaftlicher Verantwortung. Dafür sind wir ihm von Herzen dankbar.
Mit Manfred Kock verliert die Stiftung Bibel und Kultur einen wegweisenden Brückenbauer und treuen Freund. Sein Vermächtnis bleibt uns Verpflichtung, die kulturelle Kraft der Bibel sichtbar zu machen – im Geist des Respekts, der Freiheit und der Versöhnung, den er vorgelebt hat.
Unser Mitgefühl gilt seiner Familie und allen, die um ihn trauern.
Der Vorstand der Stiftung Bibel und Kultur
Foto: APK/Engelbert Broich

Mit ihm ging ein Freund aus unserer Mitte
Mit tiefer Trauer nimmt die Stiftung Bibel und Kultur Abschied von Altbischof Dr. Johannes Friedrich, der am 3. September 2025 im Alter von 77 Jahren in Nürnberg verstorben ist. Seit 2011 war er Mitglied im Kuratorium unserer Stiftung und hat diese Aufgabe mit großer Ernsthaftigkeit, aber auch mit spürbarer Freude an der Begegnung von Bibel und Kultur wahrgenommen.
Johannes Friedrich war ein Theologe, der stets über den kirchlichen Rahmen hinausdachte.
Geboren am 20. Juni 1948 in Bielefeld, prägten ihn das Studium der Theologie in Erlangen und Tübingen, seine Zeit als Probst in Jerusalem sowie sein späteres Wirken als Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern und als leitender Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands. In allen Ämtern suchte er den Dialog – mit anderen Konfessionen, mit anderen Religionen, mit der Gesellschaft.
Gerade diese Weite brachte er auch in die Arbeit unserer Stiftung ein. Ihm war es ein Anliegen, dass die Bibel nicht nur in Gottesdiensten gelesen, sondern auch als lebendige Inspirationsquelle für Kunst, Literatur und Kultur verstanden wird. Mit theologischer Tiefe, persönlicher Überzeugung und einem feinen Gespür für kulturelle Ausdrucksformen bereicherte er die Beratungen im Kuratorium. Seine Stimme verband geistliche Klarheit mit Offenheit für Neues und bleibt uns in guter Erinnerung.
Mit Johannes Friedrich verliert die Stiftung Bibel und Kultur einen treuen Wegbegleiter und engagierten Mitstreiter. Wir danken ihm für seinen langjährigen Dienst, seine Impulse und seine Verbundenheit. Sein Wirken bleibt für uns Verpflichtung, die Bibel auch weiterhin in ihrer kulturellen Kraft sichtbar zu machen.
Dr. Raimund Schmolze-Krahn, Vorstand der Stiftung Bibel und Kultur

Wir nehmen Abschied von Sofia Gubaldulina
Mit tiefer Trauer verabschieden wir uns von Sofia Gubaidulina, einer der bedeutendsten Komponistinnen unserer Zeit, die am 13. März 2025 im Alter von 93 Jahren in Appen bei Hamburg verstarb.
Geboren am 24. Oktober 1931 in Tschistopol (Russland), prägte Sofia Gubaidulina die Musikwelt nachhaltig mit ihrer einzigartigen, spirituell geprägten Klangsprache. Ihre Kompositionen zeichneten sich durch die Verbindung von musikalischer Innovation mit einer tief verwurzelten spirituellen Ausdruckskraft aus, die gleichermaßen westliche und östliche Traditionen miteinander verband.
Ungeachtet der widrigen Bedingungen in der damaligen Sowjetunion blieb Gubaidulina ihrem künstlerischen Weg stets treu. Ihre Werke, darunter bedeutende Kompositionen wie „Offertorium“ und „In Tempus Praesens“, wurden weltweit gefeiert und vielfach aufgeführt. Sie arbeitete mit renommierten Orchestern und Solisten zusammen und erhielt zahlreiche internationale Auszeichnungen, darunter auch den Preis der Stiftung Bibel und Kultur im Jahr 1999.
Seit 1992 lebte Sofia Gubaidulina in Deutschland, wo sie ihre schöpferische Tätigkeit fortsetzte und bis zuletzt an neuen Werken arbeitete. Ihre Musik, gekennzeichnet durch Tiefe, spirituelle Intensität und kreative Kraft, hat ein bleibendes Vermächtnis geschaffen, das auch kommende Generationen von Musikerinnen und Musikern inspirieren wird.
Mit Sofia Gubaidulina verlieren wir eine außergewöhnliche Künstlerin, deren Werk stets Ausdruck der Suche nach Wahrheit und Tiefe war. Ihre musikalische Stimme wird fehlen, doch ihre Kompositionen bleiben uns als kraftvolle und inspirierende Zeugnisse ihres künstlerischen Lebens erhalten.

Wolfgang Rihm hat uns verlassen
Wolfgang Rihm verstarb im Alter von 71 Jahren. Sein Verlust hinterlässt eine tiefe Lücke in der Welt der Musik und der Kultur.
Wolfgang Rihm war einer der herausragendsten Komponisten unserer Zeit. Seine Werke, geprägt von einer tiefen emotionalen Intensität und einer außergewöhnlichen kreativen Vielfalt, haben die zeitgenössische Musiklandschaft nachhaltig geprägt. Rihms Schaffen umfasste eine beeindruckende Bandbreite an Kompositionen, von Opern und Orchesterwerken bis hin zu Kammermusik und Solostücken. Seine Musik zeichnete sich durch eine ständige Suche nach neuen Ausdrucksformen aus, die gleichzeitig die Tradition respektierte und mutig neue Wege beschritt.
Die Stiftung Bibel und Kultur ehrte Wolfgang Rihm 2018 für sein außergewöhnliches musikalisches Schaffen und seinen Beitrag zur kulturellen Vielfalt. Das Bild oben zeigt ihn bei der Preisübergabe. Rihms Werke reflektierten häufig eine tiefe Auseinandersetzung mit existenziellen und spirituellen Fragen, die auch im Kontext unserer Stiftung eine besondere Bedeutung haben. Rihms Fähigkeit, Musik als Medium der Reflexion und des Dialogs über die grundlegenden Themen des menschlichen Lebens zu nutzen, war beeindruckend und inspirierend.
In seiner Laudatio zur Verleihung des Stiftungspreises der Stiftung „Bibel und Kultur“ betonte Ulrich Konrad die existentielle Bedeutung der Gottesfrage für Rihm und seine Musik. Werke wie die *Cantata hermetica Quid est Deus*, *Communio (Lux aeterna)* und *De profundis* zeigen Rihms intensives musikalisches Hineinhören in das Unsagbare, das Unaussprechliche und das Unbeantwortbare. Rihm verstand es, Wörter als Räume zu begreifen, durch die seine Musik fluten konnte, und schuf so eine einzigartige Verbindung zwischen wortsprachlicher und tonsprachlicher Ebene.
Rihms Musik ist Energieweitergabe; sie öffnet dem Hörer eine diskrete Ahnung von Transzendenz und lädt zu einer tiefen inneren Reise ein. Seine Werke sind geprägt von einer Zartheit und Tiefe, die den Hörer berühren und zum Nachdenken anregen. In seinen Kompositionen verband Rihm die Geister der Sprache von der Antike bis zur Gegenwart mit der Wort- und Gedankenwelt der Bibel, was seine Musik zeitlos und universell machte.
Wir erinnern uns an Wolfgang Rihm als einen visionären Künstler, der die Grenzen der Musik stets erweiterte und uns mit seinen Kompositionen tief berührte. Sein Vermächtnis wird weiterhin in den Konzertsälen und Herzen der Menschen weltweit lebendig bleiben.
Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie, seinen Freunden und allen, die durch seine Musik inspiriert wurden. Möge Wolfgang Rihm in Frieden ruhen und seine Musik weiterhin die Kraft haben, Menschen zu verbinden und zu bewegen.

Im Gedenken an Peter Kulka
Der Architekt Peter Kulka wurde 2005 von der Stiftung Bibel und Kultur für seine innovative und zukunftsweisende Gestaltung von Andachtsräumen ausgezeichnet. Ihm gelang es, mit Beton, Glas und Stahl sakrale Räume zu gestalten, die dem Geist freie Entfaltung ermöglichen. Losgelöst von Traditionen ging er den Weg des Minimalismus. So öffnet Kulkas Architektur unmittelbar das Verständnis für das heilige Geschehen und Gottes Wort.
Jetzt ist Peter Kulka im Alter von 86 Jahren in seinem Haus in Dresden-Friedrichstadt verstorben. Wir trauern um einen ganz besonderen Menschen, der es verstand bewegend schöne Räume zu erschaffen.

Erinnerung an Herbert Falken
»Die Theologie ist zunehmend bilderfeindlich, die Kunstszene ist glaubensfeindlich. Insofern stehe ich in einer Spannung, die ich einfach durchstehen muß…« (Herbert Falken)
1990 zeichnete die Stiftung Bibel und Kultur Herbert Falken aus. Er war Theologe und Künstler zugleich, pendelte regelmäßig 20 Kilometer in der Voreifel zwischen Pfarrhaus und Atelier - und bezwang dabei Abgründe, die tiefer kaum sein konnten.
Das große Thema Herbert Falkens war der Mensch – der Mensch in seiner Verletzlichkeit und Verlassenheit, in seiner Hinfälligkeit und in seiner Sterblichkeit, in seiner Krankheit und in seiner Erlösungsbedürftigkeit. Der Mensch in seinem Dasein, das ein Dasein zum Tode ist. Es ist der Mensch, über das Grab hinaus. Für sein Leiden ersann er immer neue Metaphern, Metaphern, die nicht dazu bestimmt waren, Trost zu spenden, aber Metaphern, die an das Mysterium unserer Existenz rührten, die eine Wahrheit beschwören sollten. Als Christ suchte Falken Gott im Leiden, in der Passion, im Elend der Welt, bei den Kranken. Als Künstler suchte er Gott in der Anschaulichkeit.
In seiner Laudation zur Preisverleihung der Stiftung Bibel und Kultur im Jahre 1990 schrieb Prof. Dr. Wieland Schmied: „Die Kirche braucht Männer wie Herbert Falken, Männer, die ihrem Gewissen folgend aus der Tiefe ihrer Menschlichkeit heraus handeln und, wenn notwendig, Widerspruch anmelden und sich in Bürgerinitiativen engagieren, wo andere vorsichtig taktieren oder sich verweigern.“ So gab Falken seinem Freund und Nachbarn Heinrich Böll, der sich von der Kirche, nicht aber vom Glauben abgewandt hatte, als Priester ein christliches Begräbnis; so wie es Bölls Wunsch war.
Und auch die Kunst braucht Menschen wie Falken, die ganz und gar ihren eigenen Weg gehen, die unabhängig von Fragen der Aktualität das zur Sprache bringen, was uns alle betrifft, die vom Leiden des Menschen in und an dieser Welt sprechen und von seiner Sehnsucht nach Erlösung.
Herbert Falken starb am 31. Oktober 2023 in Düren. Wir trauern um einen ganz besonderen Preisträger der Stiftung Bibel und Kultur.

Wir trauern um Hans-Jochen Jaschke
Mit großer Trauer und in ehrendem Gedenken erinnert die Stiftung Bibel und Kultur an Herrn Hans‑Jochen Jaschke (* 29. September 1941 in Beuthen/Oberschlesien – † 11. Juli 2023 in Hamburg)
Als Weihbischof im Erzbistum Hamburg wirkte Herr Jaschke mit großer Offenheit im Dialog von Kirche, Kultur und Gesellschaft; seine aufmerksame Seelsorge, entfesselte Ökumene und Leidenschaft für Begegnung lassen ein bleibendes Erbe.
Für fast zehn Jahre gehörte er dem Kuratorium der Stiftung an, in enger Verbundenheit mit unserem Anliegen, Bibel- und Kulturfragen in den gesellschaftlichen Raum zu tragen. Seine Mitwirkung war gezeichnet von geistlicher Klarheit und kulturellem Weitblick.
Sein Tod erfüllt uns mit Trauer, zugleich gebührt ihm unser tiefes Dankeschön – für seinen Dienst, seine Freundschaft und seinen Einsatz. Unser Mitgefühl gilt seinen Angehörigen sowie all jenen, die ihn persönlich kannten und durch sein Wirken bereichert wurden.
Foto: Future Imago (imago)

Wir gedenken Detlef Willand
Mit tiefer Dankbarkeit gedenken wir dem Künstler und Forscher Detlef Willand, der am 3. Januar 2022 im Alter von 86 Jahren im Kleinwalsertal verstorben ist. Geboren am 14. April 1935 in Heidenheim an der Brenz, fand er im Alpenraum seine künstlerische Heimat.
Sein Werk als Holzschneider, Grafiker und Heimatforscher war geprägt von einer tiefen Auseinandersetzung mit Mystik, Natur- und Religionsbegriffen. Seine Holzschnitte, Zeichnungen und Radierungen fanden internationale Beachtung und wurden vielfach ausgestellt.
Im Jahr 2000 erhielt Detlef Willand den Preis der Stiftung Bibel und Kultur in Würdigung seines kreativen Weges zur Verknüpfung von Kunst, Spiritualität und kultureller Verwurzelung. Dieser Moment unterstreicht die Bedeutung seines Schaffens als Brücke zwischen künstlerischer Form und geistlichem Gehalt.
Sein Lebenswerk wird uns weiter als kraftvolle Inspirationsquelle dienen. Unsere Gedanken sind bei seinen Angehörigen sowie all jenen, die durch seine Kunst und seinen Forschergeist berührt wurden.
Foto: Voralberger Nachrichten

Friederike Mayröcker - in tiefer Dankbarkeit
Die Stiftung Bibel und Kultur erinnert an die Dichterin Friederike Mayröcker (* 20. Dezember 1924 in Wien – † 4. Juni 2021 ebenda). Ihr Werk – über 80 Bücher aus Lyrik, Prosa und Hörspiel –, war von radikalem Sprachbewusstsein und literarischer Neugier geprägt und zählt zu den herausragenden Stimmen des deutschsprachigen Raums.
Im Jahr 2014 wurde ihr von der Stiftung für ihr Lebenswerk der Preis der Stiftung Bibel und Kultur verliehen – in Anerkennung ihrer großen Verdienste um die Verbindung von Sprache, Dichtung und existenzieller Reflexion.
Ihr dichterisches Schaffen bleibt uns als lebendiges Zeugnis von Kunst- und Glaubensimpuls in Erinnerung. Die Stiftung spricht den Angehörigen sowie all jenen, die durch ihre Werke berührt wurden, ihr ehrendes Mitgefühl aus.
Foto: Franz Johann Morgenbesser

"Der bringt sogar den Engeln noch etwas bei" - wir trauern um Peter Schreier
Die Stiftung Bibel und Kultur verlieh ihren Preis für das Jahr 1998 dem Kammersänger Peter Schreier, "der die Evangelientexte vertieft, geschärft, geschliffen den Menschen in unserem Lande erschließt und in ihre Herzen singt. Bis orat, qui cantat (Luther)."
In seiner Laudatio zu Preisverleihung sagte Professor Günter Jena zu Peter Schreier: "Wenn Du dereinst vor dem Gott stehen wirst, so werden viele aufstehen und zu ihm sagen: Durch den da haben wir DICH kennengelernt! Und, sei der Gott nun lieb oder gerecht oder zornig – ich denke, er ist ganz anders, als Menschen sich ihn vorstellen können –, so wird er jedenfalls das Geschrei und Gejubele Deiner Anhänger nicht überhören können, und zudem wird er, wenn er, was wir doch unterstellen, weise ist, sich sagen: Auf die Dienste von dem kann ich in meiner himmlischen Kapelle nicht verzichten! Der bringt sogar den Engeln noch etwas bei!" Heute ist dieser Tag gekommen.
Wir trauern und sind in diesen Stunden mit unseren Gedanken bei seiner Familie und seinen Freunden.

Dieter Schnebel - wir nehmen Abschied
Mit großer Dankbarkeit und im Bewusstsein seiner bleibenden Wirkung erinnert die Stiftung Bibel und Kultur an Dieter Schnebel (* 14. März 1930 in Lahr/Schwarzwald – † 20. Mai 2018 in Berlin). Als Komponist, Theologe und Musikwissenschaftler bewegte er sich mit bemerkenswerter Konsequenz im Spannungsfeld von Glauben, Klang und experimenteller Musik.
Im Jahr 2004 wurde Dieter Schnebel mit dem Preis der Stiftung Bibel und Kultur ausgezeichnet – in würdigender Anerkennung seines außergewöhnlichen Beitrags zur zeitgenössischen Musik- und Kulturentwicklung, die biblische Impulse kreativ reflektiert.
Sein Werk bleibt ein inspirierendes Zeugnis dafür, wie künstlerische Innovation und geistliche Tiefe miteinander verwoben sein können. Der Stiftung gilt seine Erinnerung in ehrendem Gedenken, und ihr Mitgefühl gilt seinen Angehörigen sowie allen, die durch sein künstlerisches Wirken bereichert wurden.
Foto: picture-alliance/dpa

Trauer um Professor Dr. Eduard Lohse
Die Stiftung Bibel und Kultur trauert um ihr Gründungsmitglied Professor Dr. Eduard Lohse. Er starb im Alter von 91 Jahren am 23. Juni 2015 in Göttingen.
Eduard Lohse war unter anderem Bischof der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, EKD-Ratsvorsitzender, Generalsekretär der Deutschen Bibelgesellschaft und Präsident des Weltverbandes der Bibelgesellschaften.
In der Gründungsphase der Stiftung Bibel und Kultur 1987 hatte er entscheidenden Anteil daran, Persönlichkeiten aus Kirche, Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft für das Anliegen der Stiftung zu gewinnen. Er blieb der Stiftung bis zu seinen letzten Tagen leidenschaftlich verbunden. Der Wechselwirkung von Kultur und biblischem Wort, der Sprache der Schrift und der Vielfalt des Ausdrucks galt es für ihn immer wieder nachzuspüren – auch zu Verständnis und Sinndeutung unserer Zeit. Er unterstützte die Verleihung des Stiftungspreises der Stiftung Bibel und Kultur 1998 an Kammersänger Peter Schreier maßgeblich. Neben seiner künstlerischen Arbeit hob er besonders in Zeiten der Teilung Deutschlands dessen Treue zur ostdeutschen Heimat und die bewusste Zugehörigkeit zur evangelischen Kirche hervor. Dadurch habe er vielen Menschen, die unter den damaligen Verhältnissen litten, Mut gemacht und beispielhaft gezeigt, wie Bibel und Kultur in einem festen Zusammenhalt miteinander stehen, den es zu pflegen gelte.
Die Stiftung Bibel und Kultur verliert mit Eduard Lohse einen treuen Wegbegleiter, für den die Übersetzung der biblischen Botschaft in die Zeit Herzenssache war.
Unser Mitgefühl gilt seiner Familie.
Foto: dbg

Arnim Juhre - wir erinnern in Dankbarkeit
Mit großer Dankbarkeit und stiller Erinnerung gedenkt die Stiftung Bibel und Kultur dem Schriftsteller, Dichter und Liedtexter Arnim Juhre (* 6. Dezember 1925 in Berlin – † 28. September 2015 in Wuppertal). Nach seiner Rückkehr aus britischer Kriegsgefangenschaft wirkte er als freier Schriftsteller, Redakteur und Verlagslektor. Sein dichterisches und lyrisches Schaffen verweist mit feinem Gespür auf existenzielle und geistliche Fragen; seine Liedtexte finden bis heute Eingang in Gesang- und Liederbücher.
In seiner Funktion als Mitglied im Kuratorium der Stiftung über viele Jahre war Arnim Juhre der Stiftung eng verbunden; sein Engagement trug dazu bei, Stimme und Wort in der Verbindung von Glaube, Literatur und Kultur zu verankern. Sein Lebenswerk bleibt uns als bleibender Beitrag zu Kunst und Spiritualität in Erinnerung. Der Stiftung gilt sein Andenken in ehrendem Gedenken; zugleich gilt unser Mitgefühl seinen Angehörigen und allen, die durch sein Schaffen bereichert wurden.
Foto: nordpark-verlag.de

Wieland Schmied - ein ehrendes Gedenken
Mit großer Achtung und in dankbarem Gedenken nimmt die Stiftung Bibel und Kultur Abschied von Wieland Schmied (* 5. Februar 1929 in Frankfurt am Main – † 22. April 2014 in Vorchdorf, Oberösterreich).
Wieland Schmied war Jahrzehnte lang eine prägende Stimme in der internationalen Kunst- und Ausstellungskultur: Als Kunsthistoriker, Kritiker und Kurator verstand er es, das Spannungsfeld zwischen moderner Kunst und spiritueller Dimension mit großer Tiefe auszuloten. Sein akademisches und publizistisches Wirken – von der Leitung der Kestner‑Gesellschaft Hannover bis zur Professur an der Akademie der Bildenden Künste München – zeichnete sich durch ein unerschrockenes Interesse für Kunst jenseits des Offensichtlichen aus.
Im Jahr 2003 ehrte die Stiftung Bibel und Kultur Wieland Schmied mit dem Preis für sein Lebenswerk – in Würdigung seiner herausragenden Verdienste um den Dialog zwischen Kunst, Kultur und Transzendenz.
Sein umfassendes Werk bleibt ein bleibender Beitrag zur kulturellen und geistigen Landschaft – wir bewahren sein Andenken in Dankbarkeit und sprechen seinen Angehörigen sowie allen, die durch sein Engagement bereichert wurden, unser ehrendes Mitgefühl aus.
Foto: Erika Schmied

Zum Abschied von Emil Wachter
Mit großer Dankbarkeit und im Bewusstsein seiner bleibenden Wirkung gedenkt die Stiftung Bibel und Kultur des Künstlers Emil Wachter (* 29. April 1921 in Neuburgweier – † 12. Januar 2012 in Karlsruhe). Nachdem er zunächst Theologie und Philosophie studiert hatte, entschied er sich für die bildende Kunst und prägte über Jahrzehnte das sakrale und öffentliche Erscheinungsbild vieler Kirchen und Räume mit Glasfenstern, Betonreliefs, Gemälden und Skulpturen.
Im Jahr 2001 wurde Emil Wachter mit dem Preis der Stiftung Bibel und Kultur ausgezeichnet in Anerkennung seines herausragenden Engagements, Kunst und biblische Bildsprache in einen lebendigen, gegenwartsbezogenen Dialog zu bringen.
Sein künstlerisches Werk, geprägt von spiritueller Tiefe und formaler Klarheit, wird uns weiterhin als Inspirationsquelle dienen. Die Stiftung spricht seinen Angehörigen sowie allen Menschen, die durch sein Werk berührt wurden, ihr ehrendes Mitgefühl aus.
Foto: Staatsarchiv Freiburg W 134 Nr. 080498a

Paul Mikat - in ehrendem Gedenken
Mit großer Dankbarkeit erinnert die Stiftung Bibel und Kultur an Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Paul Mikat (* 10. Dezember 1924 in Scherfede – † 24. September 2011 in Düsseldorf). Seine vielseitige Laufbahn als Jurist, Hochschullehrer und politisch Verantwortlicher prägte Wissenschaft, Bildung und Kirche in Deutschland auf bedeutende Weise.
Paul Mikat wirkte als Minister für Schule und Kultur in Nordrhein-Westfalen sowie als Mitglied des Deutschen Bundestages und war darüber hinaus als Hochschullehrer und Wissenschaftsorganisator tätig. Seine zahlreichen Publikationen zu Rechts- und Religionsfragen unterstrichen seinen Anspruch, Theorie und Praxis miteinander zu verbinden.
Als Vorsitzender unserer Stiftung trug er mit Engagement und Weitblick dazu bei, das Anliegen von Bibel und Kultur verbindend zu gestalten und dauerhaft in den kulturellen Diskurs einzubringen. Sein Lebenswerk bleibt uns als bleibendes Zeugnis von Dienst am Gemeinwesen und dem Dialog von Glaube und Wissenschaft.
Wir sprechen seiner Familie sowie allen Weggefährten unser tiefes Mitgefühl aus und bewahren sein Andenken in Dankbarkeit.
Foto: CDU

In Erinnerung an Heinrich Gerhard Bücker
Mit Trauer und Dankbarkeit gedenkt die Stiftung Bibel und Kultur des Künstlers Heinrich Gerhard Bücker, der am 11. August 2008 in seinem Heimatort Vellern bei Beckum verstorben ist. Der Bildhauer, Maler und Grafiker gehörte zu den prägenden christlichen Künstlern seiner Generation. In seinen Arbeiten verband er die biblische Botschaft mit einer zeitgenössischen, ausdrucksstarken Formensprache. Zahlreiche Kirchenräume im In- und Ausland tragen seine Handschrift.
Für sein Werk, das aus dem Geist der Bibel schöpft und Glauben und Kunst in eindrucksvoller Weise verbindet, wurde Heinrich Gerhard Bücker 1993 mit dem Preis der Stiftung Bibel und Kultur ausgezeichnet.
Sein Schaffen bleibt als lebendiges Zeugnis künstlerischer Spiritualität und als bleibender Beitrag zur christlichen Kunst unserer Zeit in Erinnerung. Die Stiftung bewahrt sein Andenken in Dankbarkeit.
Foto: Bibelarchiv-Vegelahn

Richard Exner - zum Gedenken
Mit großer Achtung erinnert die Stiftung Bibel und Kultur des Lyrikers und Literaturwissenschaftlers Richard Exner (* 13. Mai 1929 in Niedersachswerfen – † 16. Juli 2008 in Berlin). In seinem dichterischen und wissenschaftlichen Werk verband er eine feinnervige Sprach- und Übersetzungsarbeit mit tiefen Reflexionen über Leben, Tod und Spiritualität. Seine Gedichte kreisen um existenzielle Themen und tragen eine erkennbare religiöse Substanz.
Sein dichterisches Lebenswerk bleibt uns als stiller, kraftvoller Zeuge in Erinnerung. Der Stiftung gilt sein Andenken in Dankbarkeit; zugleich gilt unser Mitgefühl seinen Angehörigen und allen, die durch seine Dichtung bereichert wurden.
Im Jahr 2004 wurde Richard Exner mit dem Preis der Stiftung Bibel und Kultur für sein Lebenswerk ausgezeichnet – eine Würdigung seines großartigen Beitrags zur Verbindung von Literatur, Kultur und biblischer Impulsgebung.
Foto: deutschelyrik.de
